26. Juni 2016 1 min to read

#Bregret: Was für ein Unsinn

Category : Kommentar

Großbritannien hat abgestimmt: 52% der Wähler waren für einen Ausstieg aus der EU. Jetzt kommt die #Bregret-Bewegung und ich denke mir: Was für ein Unsinn.

Ich bin absolut für einen Verbleib Großbritanniens in der EU, weil ich ausschließlich Nachteile durch einen Austritt sehe. 52% der britischen Wähler waren offensichtlich am Donnerstag anderer Meinung und das akzeptiere ich. Ich begrüße es nicht, aber akzeptiere es.

Doch eine neue Bewegung hat sich jetzt nach dem Brexit gegeründet: #Bregret. Eine Wortschöpfung aus „Regret“, also „Bereuen“. Soso, auf einmal bereuen die Briten ihren Austritt. Okay, jene die schon zuvor für einen Verbleib in der EU waren, schließen sich dieser Bewegung natürlich an. Doch auch ehemalige Brexit-Befürworter sind für ein erneutes Referendum. Dabei denke ich mir: Was für ein Unsinn! Ein Referendum sollte endgültig sein.

Lächerlich bis peinlich finde ich zudem die Argumente der Brexit-Wähler, die dem Bregret-Lager zugeströmt sind. So wird von Studenten berichtet, die ihre Entscheidung für einen Austritt auf einmal bedauern. Die Argumente: Sie hätten niemals gedacht, dass ihre Stimme zählen würde; und sowieso war es doch eigentlich klar, das sie in der EU verbleiben würden. Da stellen sich mir glatt zwei Fragen:

  1. Warum geht jemand aus dem Haus, wenn er denkt, dass seine Stimme bei einer Wahl sowieso irrelevant ist?
  2. Warum wählt jemand etwas, das er gar nicht will?

52% der Wähler haben für einen Brexit gestimmt. Die Sache ist gelaufen. Mein Appell an die Briten: Tragt eure (falsche) Wahl wenigstens aus und behaltet am Ende zumindest eure Würde, wenn ihr schon nicht in der EU bleibt.

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